Der Fechtsport entstand in den letzten drei Jahrhunderten aus dem Duellwesen der adeligen Gesellschaft. Von daher haftet ihm noch ein Hauch des «Elitären» an. Im Laufe der Jahre ist jedoch daraus eine Sportart entstanden, die zwar nicht gerade Volkssportcharakter hat, die aber doch weit mehr Ausübende anspricht als eine elitäre Oberschicht oder das Militär.
Geprägt ist das Sportfechten durch seinen sportlich-kämpferischen Charakter Es unterscheidet sich ganz wesentlich von den noch immer existierenden Schlagenden Verbindungen (Mensurfechten). Als olympische Disziplin hat sich der Fechtsport als Leistungssportart mit grosser internationaler Resonanz etabliert.
Der Fechtsport eignet sich je nach den persönlichen Bedürfnissen des Fechters als Leistungssport, Fitnesssport oder Mentalsport. Er verlangt von der Ausübenden in ausgewogenem Verhältnis technische, konditionelle, taktisch-kognitive, soziale und psychische Fähigkeiten.
Die meisten Fechter (männlich und weiblich) sind eher dem Typ des Individualisten zuzurechnen. Sie suchen in der Regel in Spiel und Wettkampf Selbstbestätigung und zeigen eine im positiven Sinn zu wertende Aggressivität, nämlich einen gezügelten Kampfgeist.
Waffengattungen: Florett, Degen, Säbel
Und plötzlich ist man ganz stark Spannender Artikel über den Fechtsport in der «Welt»
Der etwas andere Maskenball Artikel über das «Schach mit dem Körper» in der BernerZeitung vom 6.10.2008
Die Kampfrichter-Kandidaten SFV werden von ihren Vereinen oder einer kompetenten Person ausgebildet.
Die Dokumentation zur Vorbereitung der mündlichen sowie der schriftlichen Prüfung befindet sich auf der Website von Swiss Fencing, unter «Schiedsrichter».
Die Vereine geben ihre Kandidaten mit Namen per E-Mail an: janinelamon@hotmail.com bekannt.
Nach Absolvierung des Ausbildungskurses erhält der Kandidat einen Ausweis «Kampfrichter SFV-Ka» und wird in der offiziellen Auflistung der Kampfrichter aufgeführt.
Diese Karte erlaubt dem Kandidaten, sein Wissen und Können durch Kampfrichtern an mindestens 9 Turnieren des CNJ und CNS unter Beweis zu stellen.
Nachdem die Kandidaten 9 Turniere als Schiedsrichter gewertet haben, können sie die Prüfung «Nationaler Schiedsrichter SFV» absolvieren.
Die Schiedsrichterkandidaten, die im Besitz einer Karte «Schiedsrichter SFV-Ka» sind, werden mit einer Tagespauschale von CHF 30.- durch den jeweiligen Turnierorganisator entschädigt.
Das Mindestalter für die Beantragung einer Karte «Schiedsrichter SFV in Ausbildung» ist 14 Jahre; die Prüfung kann jedoch erst bei Erreichen des 16. Lebensjahrs absolviert werden.
Ein Schiedsrichter in Ausbildung darf in keinem Fall eine Kategorie werten, die höher ist als seine eigene.
Auch der Nachwuchs kennt die Regeln. (Foto: Claudia Fahlbusch)
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DOKUMENTE SCHIEDSRICHTER, Informationen zu Reglementen und Kampfrichterausbildung
Downloads Prüfungsvorbereitung nationale/r Kampfrichter/in
Kampfrichterausbildung und nationale Prüfung
Inhalte der theoretischen Schiedsrichterprüfung
Für wen ist Fechten geeignet?
Fechten eignet sich für Kinder ab zirka 8 Jahren, Buben und Mädchen gleichermassen. Es fördert die Koordination, die Beweglichkeit, die Konzentration ebenso wie Fairness und Teamgeist. Beim Fechten lernt man, für seine Ziele zu kämpfen, mit Anstand und Respekt vor dem Gegner zu gewinnen und mit Würde zu verlieren.
Wie lange dauert es, bis man es kann?
Wie bei jedem Sport zählen auch beim Fechten vor allem Können (Technik) und Erfahrung. Motivierend für Anfänger/innen ist, dass sie schon nach einer kurzen Einführung selbstständig auf der Piste stehen und Gefechte austragen können. Wie gut das gelingt, ist natürlich abhängig vom persönlichen (Trainings-)Einsatz: Es ist noch kein (Fecht-)Meister vom Himmel gefallen.
Gibt es auch Teamwettkämpfe?
Ja, gefochten wird einzeln oder im 3er-Team.
Welche Ausrüstung braucht man dazu?
Die Schutzkleidung für Degenfechter besteht häufig aus Dyneema, Baumwolle und/oder Nylon (die Zahlen in den Klammern geben an, welche Kraft in Newton eines speziellen Prüfgegenstandes das entsprechende Teil ab der B-Jugend mindestens aushalten muss):
Was kostet der Sport?
Für Erwachsene kostet die gesamte Ausrüstung zirka CHF 1000.-. Anfänger können sie zu Beginn kostenlos vom Club ausleihen. Kindern stellt der Club die Ausrüstung während zirka drei Jahren gratis zur Verfügung. Eine kostengünstige Lösung für Jugendliche sind Second-Hand-Anzüge - der Maître schaut gerne, was er auf Lager hat. Wer regelmässig an Turnieren teilnimmt, sollte mindestens zwei Degen (Reserve) an die Wettkämpfe mitnehmen. Zusätzlich zu den Kosten für die Ausrüstung kommt die Mitgliedschaft im Fechtclub Bern.
Wie sicher ist Fechten?
Dank der guten Schutzausrüstung und dem strikten Reglement gehört Fechten zu den sichersten Sportarten überhaupt. Das war nicht immer so, wie dieser Artikel im «Spiegel» aus dem Jahr 1985 beweist. Heutzutage ist die Verletzungsgefahr gering; zu den häufigsten Verletzungen gehören Zerrungen, oft verursacht durch ungenügendes Aufwärmen.
Erfolge an den Olympischen Spielen